Wettanbieter mit Paysafecard: Was die GGL-Whitelist 2026 wirklich erlaubt

Updated October 2026
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Prepaid im Portemonnaie, Bundesliga auf dem Bildschirm — die Kombination wirkt einfach. Sie ist es in Deutschland nicht. Wer hier mit Paysafecard einzahlt, landet nicht direkt beim Buchmacher, sondern fast immer bei einem verifizierten myPaysafe-Konto, das die Pflicht zur Zahlung vom eigenen Namen mit der Anonymitätslogik einer Wertkarte zusammenführt. Das ist der Grund, warum die Frage „Wer nimmt Paysafecard?“ auf dem deutschen Markt fast identisch ausfällt mit der Frage „Wer steht auf der Whitelist?“. Die Auswahl ist kleiner, als die Werbung vermuten lässt; die Hürden sind anderer Art, als sie beim unregulierten Anbieter auftauchen.

Eine unbedruckte Plastikkarte und ein Stapel Münzen liegen auf einem Tresen aus dunklem Holz im Lampenlicht.
Winamax nimmt Paysafecard mit einer Mindesteinzahlung von 10 € ohne Gebühren an.

Dieser Vergleich bietet einen Überblick über zehn Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis und zeigt, wie sich die Einzahlung mit Paysafecard bei den einzelnen Anbietern gestaltet: Mindesteinzahlungen, Gebührenstrukturen und Bonusbedingungen werden gegenübergestellt. Die Reihenfolge entspricht dem Datum der GGL-Erlaubnis und dient als Orientierungshilfe, nicht als Wertung der Angebote.

Stand: October 17, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 02.10.2026.

Wie Boni und Freebets bei Paysafecard-Anbietern wirklich funktionieren

Boni tragen in der Werbung große Zahlen, in den Geschäftsbedingungen kleingedruckte Schwellen. Bei Anbietern mit Paysafecard-Einzahlung lohnt der Blick auf drei Stellen: das, was am Ende als Echtgeld auf dem Wettkonto landet, das, was vor einer Auszahlung nochmals gesetzt werden muss, und das, was die Freebet im Gewinnfall tatsächlich auszahlt.

Ein Fußball auf einem Rasenplatz, im Hintergrund Flutlichtmasten und ein bewölkter Himmel.
paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet und gehört seit August 2015 zur Paysafe Group, früher Optimal Payments.

Bei Winamax verdoppelt die erste Einzahlung den Betrag bis 100 €, aber in Freebets, nicht in Bonusgeld. Die Einzahlung selbst muss vor einer Auszahlung einmal zu einer Mindestquote von 1,05 umgesetzt werden, mit einer Obergrenze von 100 € für die Umsetzung. Wer mit 100 € einzahlt, nimmt das Angebot also formal mit, lässt aber 0 € Umsatzspielraum übrig — wer darunter einzahlt, kann den Bonus leichter freispielen, weil die Umsetzungspflicht mit dem niedrigeren Einzahlungsbetrag gedeckelt ist. Freebets ohne Umsatzbedingungen sind auf dem deutschen Markt selten; Winamax ist einer der wenigen, und die Kehrseite ist, dass der Einsatz einer Freebet im Erfolgsfall nicht ausgezahlt wird.

Sportwetten.de setzt den Klassiker daneben: 100 % auf die erste Einzahlung bis 100 €, gutgeschrieben als Bonusgeld, nicht als Freebet. Hier zählt die erste online getätigte Einzahlung, und sie muss mindestens 10 € betragen. Über Umsatzfaktor, Frist und Mindestquote schweigt die Werbung, und die Geschäftsbedingungen sind die Stelle, an der sich entscheidet, ob 100 € Bonus einen einzelnen Spielschein oder ein vielfaches davon brauchen, bevor eine Auszahlung möglich wird.

Tipwin schreibt es am klarsten: Einzahlung und Bonus sind zusammen siebenmal in Sport- und Livewetten umzusetzen, höchstens 100 € zählen pro Wettschein, und nur Wetten ab Quote 1,80 tragen zur Umsetzung bei. Wer mit 50 € einzahlt und 50 € Bonus bekommt, muss 700 € Einsätze mit Quoten ab 1,80 unterbringen, bevor eine Auszahlung freigeschaltet wird — das ist mit 50-€-Scheinen ein kleiner Stapel, mit 100-€-Scheinen werden sieben Tickets fällig, und steigt der Einsatz, sinkt automatisch die Anzahl der nötigen Wetten, aber jeder Schein ist bei einer einzigen Niederlage wertlos.

Was eine Freebet im Schnitt wert ist, hängt an der Quote. Wer eine 10-€-Freebet zu 4,00 setzt und gewinnt, bekommt 40 € ausgezahlt — den Einsatz zurückzuholen ist nicht der Sinn einer Freebet. Über alle Wetten gemittelt verliert ein Teil der Freebets, und der durchschnittliche Wert einer 10-€-Freebet auf einem Markt mit 5 % Marge liegt niedriger als 10 €. Genau das ist der Mechanismus, der den Werbepreis klein und den wahren Wert gedämpft hält: das Bonusgeld in der Werbung ist eine Obergrenze, der durchschnittliche Erlös liegt darunter.

Bei PayPal-Zahlungen verlangen einige Anbieter eine gesonderte Bonuszahlung; bei Paysafecard-Einzahlungen ist die Lage uneinheitlich. Wer nicht ausschließen will, dass ein Bonus an einer konkreten Zahlungsmethode hängt, liest die Teilnahmebedingungen, bevor die Einzahlung läuft — eine Paysafecard-Einzahlung über myPaysafe ist aus Sicht des Buchmachers eine Bankkonto-Zahlung, aber die Geschäftsbedingungen sind die letzte Instanz, nicht die Plausibilität.

Der Skeptizismus gegenüber großen Zahlen ist kein Misstrauen um seiner selbst willen: die Mechanik belohnt Aufmerksamkeit an genau den Stellen, an denen sie Werbung verschweigt. Ein 100-€-Bonus, der siebenfachen Umsatz ab Quote 1,80 verlangt, ist nicht „gratis 100 €“, sondern ein Vorschuss auf eine sehr spezifische Spielweise.

Zahlungsabwicklung und Auszahlung: Wie Paysafecard bei deutschen Anbietern konkret läuft

Paysafecard ist am Tresen ein 16-stelliger Code auf einer Plastikkarte oder einer digitalen Variante. Am Wettanbieter ist es im deutschen Markt so gut wie immer ein Umweg. Die GGL-Bedingung, dass Zahlungen vom Konto des Spielenden kommen müssen, zwingt Anbieter mit Paysafecard-Logo dazu, den Code über ein verifiziertes myPaysafe-Konto zu leiten; eine direkte Code-Einlösung in der Buchmacherkasse ist bei Betway ausdrücklich nicht vorgesehen.

Ein Papier-Wettschein ohne Beschriftung liegt auf einem Tisch neben einem Kugelschreiber und einem Becher Tee.
Wettarena nennt für Paysafecard-Einzahlungen eine Mindesteinzahlung von 10 €.

Mindest- und Höchstbeträge pro Transaktion

Die Whitelist-Anbieter setzen für Paysafecard-Einzahlungen Mindestbeträge, die je nach Haus zwischen 5 € und 10 € liegen:

Die andere Seite ist die Höchstgrenze pro Transaktion, und sie liegt nicht beim Buchmacher, sondern beim Zahlungsmittel selbst. Ohne Registrierung eines myPaysafe-Kontos sind maximal 50 € pro Vorgang möglich. Wer ein Konto registriert und verifiziert, kann bis zu 1.500 € pro Transaktion buchen — die genaue Höhe hängt von zusätzlichen Identifikationsschritten ab, die paysafecard selbst vornimmt.

Eine Hand zählt Münzen auf einer hellen Tischplatte, daneben ein geschlossenes Notizbuch und ein Bleistift.
Betway setzt für Paysafecard-Einzahlungen eine Mindesteinzahlung von 5 € an; ein 16-stelliger Prepaid-Code lässt sich nicht direkt in der Betway-Kasse einlösen.

Der Engpass ist im Alltag selten die Buchmacherseite: 1.500 € pro Vorgang reicht für die meisten Einzahlungen, und die meisten Monatslimits der Anbieter liegen unter diesem Wert. Wer aber höhere Einzeltransaktionen plant, merkt am 50-€-Deckel ohne Registrierung, dass das myPaysafe-Konto für alle ernsthaften Einsätze unverzichtbar ist — und wer es nicht registriert, kann es nach Inbetriebnahme nicht ohne Schritte wieder anschalten.

Gebühren: was nach dem Kauf vom Gutschein abgeht

Paysafecard ist nicht gratis, wenn man es liegen lässt. Die Konditionen sind klar definiert und lauten:

Mehrere Tennisbälle liegen nebeneinander auf einem Hartplatz im Gegenlicht der tief stehenden Sonne.
Betway ermöglicht Auszahlungen per Paysafecard auf das myPaysafe-Konto mit einem Mindestbetrag von 10 €; die Bearbeitung dauert in der Regel weniger als 24 Stunden.

Was die Wettanbieter selbst verlangen, ist eine andere Frage. Winamax, AdmiralBet und Wettarena werben mit gebührenfreier Paysafecard-Einzahlung; bei Betway und Sportingbet ist die Gebührensituation in den AGB-Stand der jeweiligen Hilfeseiten geregelt. Buchmacher-eigene Gebühren auf Auszahlungen über Paysafecard kommen bei deutschen Anbietern selten vor, weil die Sperrdatei-Logik und die namensgebundene Zahlung viele der klassischen Auszahlungsgebühren ohnehin überflüssig macht.

Auszahlung auf das Paysafecard-Konto

Auszahlungen laufen nicht auf eine neue Paysafecard-Wertkarte, sondern auf das myPaysafe-Konto. Bei Betway beginnt die Auszahlung ab 10 €; Bearbeitung in der Regel unter 24 Stunden, oft unter 12 Stunden. Bei AdmiralBet hängt die Auszahlungsgeschwindigkeit am jeweiligen Status des myPaysafe-Kontos und an der Verifikation des Empfängers.

Wer eine Auszahlung erhalten hat, kann sie auf das Bankkonto weiterleiten — das geht nur, wenn das myPaysafe-Konto für diese Richtung freigeschaltet ist und das Bankkonto denselben Inhaber hat wie das Wettkonto. Die 5 % Rücktauschgebühr ist hier die einzige Reibung; sie wird nicht erhoben, wenn das Guthaben direkt auf das hinterlegte Bankkonto geht, sondern nur, wenn der Kunde sich tatsächlich Beträge auszahlen lässt, ohne sie zu überweisen.

Warum die Buchmacher die Zahlungsmethode trotzdem listen

Was die Paysafecard-Einzahlung für Buchmacher attraktiv macht, ist nicht Anonymität — die ist auf dem Whitelist-Markt ohnehin tabu — sondern Geschwindigkeit und Budgetkontrolle. Eine 5-€-Einzahlung ist innerhalb weniger Sekunden auf dem Wettkonto, und wer nur einen kleinen Betrag pro Transaktion riskieren will, kann mit der Mindestgrenze sehr kleinteilig spielen. Die Registrierungspflicht bei paysafecard selbst löst das Verifizierungsproblem, das die GGL mit der namensgebundenen Zahlung aufwirft, ohne dass der Buchmacher eigene Sorgfalt walten lassen muss.

Genau diese Funktionsverschiebung — vom anonymen Code zur verifizierten Schnittstelle — ist der Punkt, an dem die deutsche Regulierung den Charakter von Paysafecard verändert. Auf dem deutschen Wettmarkt ist Paysafecard 2026 kein Mittel zur Identitätsverschleierung mehr. Sie ist ein Zahlungsmittel für kleine und mittlere Beträge mit klaren Limits und sichtbaren Gebührenstrukturen.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die zehn hier aufgeführten Buchmacher stehen mit ihrer Sportwetten-Domain auf der GGL-Whitelist, Stand 02.10.2026. Sie sind nach dem Datum ihrer ersten Erlaubnis sortiert: die ersten Einträge haben schon 2020 eine deutsche Erlaubnis erhalten, spätere wurden in den Folgejahren zugelassen. Die Sortierung ist keine Empfehlung; sie entspricht der Reihenfolge der Whitelist zum Stichtag.

Marke Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipwin Whitelist-Eintrag, Inhaber Tipwin Limited 09.10.2020
NEO.bet Whitelist-Eintrag, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist-Eintrag, Inhaber Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Sportwetten.de Whitelist-Eintrag, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020
Sportingbet Whitelist-Eintrag, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
ODDSET Whitelist-Eintrag, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
Interwetten Whitelist-Eintrag, Inhaber Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Winamax Whitelist-Eintrag, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
Tiptorro Whitelist-Eintrag, Inhaber Torro Tec Limited 30.06.2021
VBet Whitelist-Eintrag, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023

Die Tabelle zeigt die Erlaubnis und wer sie hält, mehr nicht. Welche Paysafecard-Mindestbeträge und Auszahlungswege die einzelnen Anbieter konkret anbieten, ist in den folgenden Einzelabschnitten zu lesen — und genau dort, wo sich die Wahl zwischen zwei Anbietern entscheidet.

Winamax — Freebets ohne Umsatz, Paysafecard ab 10 €

Winamax ist einer der beiden Anbieter im Feld, deren Paysafecard-Annahme der Anbieter selbst explizit bestätigt. Einzahlungen laufen ab 10 €, ohne Gebühr. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis 100 €, ausgezahlt in Freebets; die Einzahlung selbst muss einmal zu einer Mindestquote von 1,05 umgesetzt werden, gedeckelt auf den Bonusbetrag. Freebets selbst tragen keine Umsatzbedingungen — der Gewinn aus einer gewonnenen Freebet ist sofort auszahlbar, der Einsatz nicht.

Diese Mechanik trennt Winamax von den Bonusgeld-Anbietern im Feld: Freebets ohne Umsatz sind auf dem deutschen Markt selten, der Werbeauftritt ist auf den ersten Blick weniger wert, weil das Maximum nur 100 € beträgt und der Einsatz verfällt. Was bleibt, ist im Schnitt ein niedrigerer Freebet-Wert pro Euro Bonus, dafür kein Risiko, den Bonus durch falsche Quoten zu verlieren.

Winamax ist eine sehr direkte Wahl für Spieler, die keine Lust auf Umsatzbedingungen haben und kleine Beträge per Paysafecard einzahlen wollen — die 10-€-Mindestgrenze ist Standard im Feld, nicht auffällig.

AdmiralBet — Paysafecard ab 10 €, eigene Gebührenstruktur

AdmiralBet listet Paysafecard mit 10 € Mindesteinzahlung und ohne Transaktionsgebühren des Anbieters. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sprechen von 5 € oder 10 € Mindesteinzahlung je nach Zahlungsmethode — Paysafecard liegt damit am oberen Ende der hauseigenen Spanne. Eine Besonderheit ist die Bestimmung, dass Einzahlungen erst dann ausgezahlt werden dürfen, wenn sie eingesetzt wurden: wer einzahlt und sofort wieder auszahlen will, wird technisch blockiert.

Das ist kein Paysafecard-Problem und keine GGL-Sonderregel; es ist eine AGB-Klausel, die AdmiralBet für alle Zahlungsmethoden gleich handhabt. Was die Spieler hier spüren, ist die Disziplin, mit der AdmiralBet die 1-€-Mindestumsatz-Pflicht pro eingezahltem Euro durchsetzt. Für den Paysafecard-Nutzer heißt das: Bonus klar vom eingezahlten Geld trennen, und nicht erwarten, dass eine 10-€-Einzahlung direkt wieder als 10-€-Auszahlung zurückkommen kann.

AdmiralBet ist im Feld solide, aber unspektakulär: wer auf eine breite Zahlungsmittel-Auswahl und eine klare Gebührenstruktur Wert legt, findet beides hier.

Wettarena — Paysafecard ab 10 € im Hilfetext bestätigt

Wettarena nimmt Paysafecard-Einzahlungen ab 10 €. Der Anbieter ist im Hilfecenter mit einer Zahlungs-/Einsatz-Sektion vertreten, die das Mindestmaß nennt; konkrete Hinweise zu Gebühren oder Höchstbeträgen sind nicht in jedem Hilfetext dokumentiert — sie stehen in der Kasse des Kontos, sobald die Zahlungsmethode ausgewählt wird.

Wer schon ein Konto bei einem anderen Anbieter hat, kann mit Wettarena vergleichen, ob die Spielerbasis und das Wettprogramm den Wechsel lohnen. Das Wertversprechen ist nicht die niedrigste Mindesteinzahlung — die ist mit 10 € Standard im Feld — sondern das Wettprogramm. Die Paysafecard-Einzahlung selbst ist eher Mittel zum Zweck.

Wettarena ist eine Option für Spieler, die nach einem Whitelist-Anbieter mit Paysafecard-Einzahlung suchen und das Programm vor der Kontoeröffnung prüfen. Wer einen Bonus erwartet, liest zunächst die AGB.

Betway — niedrige 5-€-Mindestgrenze, myPaysafe-Pflicht

Betway ist die Ausnahme im Feld der Paysafecard-Anbieter: die Mindesteinzahlung liegt bei 5 €, nicht bei 10 €. Das senkt die Hürde für kleine Testeinsätze deutlich. Die andere Seite ist die Pflicht zur Nutzung eines verifizierten myPaysafe-Kontos — der 16-stellige Prepaid-Code lässt sich nicht direkt in der Betway-Kasse einlösen.

Die Auszahlung läuft ebenfalls aufs myPaysafe-Konto, ab 10 €, mit Bearbeitungszeiten unter 24 Stunden, häufig unter 12 Stunden. Die Geschwindigkeit gehört zum Besten, was das Feld zu bieten hat; die Pflicht zur Konto-Registrierung bei paysafecard ist die unvermeidliche Kehrseite der GGL-konformen Zahlung von einem eigenen Konto.

Wer mit 5 € pro Einzahlung spielen will und mit dem myPaysafe-Konto keine Berührungsängste hat, findet in Betway einen Anbieter, der unter den Whitelist-Marken konkurrenzlos niedrige Mindestbeträge mit schneller Auszahlung kombiniert.

Interwetten — klassischer Anbieter mit 5,3 % Quotenabschlag

Interwetten ist auf dem deutschen Wettmarkt einer der etablierten Namen. Die Sportsbook-Regeln (Version 1.1, Stand 29.05.2024) regeln den Quotenabschlag: im Gewinnfall wird der Auszahlungsbetrag um 5,3 % reduziert. Das ist die Wettsteuer (§§ 16-25 RennwLottG), die der Veranstalter direkt vom Gewinn einbehält — für den Spieler bedeutet das eine spürbare Differenz zwischen Brutto- und Nettoauszahlung. Konkrete Paysafecard-Mindestbeträge sind im Hilfetext nicht durchgängig dokumentiert und richten sich nach den allgemeinen Zahlungsbedingungen.

Der Interwetten-Vorteil liegt nicht in der Zahlungsmittelpflege, sondern in der Marke und im Wettprogramm. Spieler, die ihre Buchmacherwahl nicht an der Zahlungsmethode festmachen, sondern am Quoten-Niveau und am Wettangebot, finden hier einen klassischen Full-Service-Buchmacher mit deutscher Erlaubnis.

Im Paysafecard-Kontext ist Interwetten ein Kandidat für Spieler, die ihren Buchmacher schon kennen und nur die Zahlungsmitteloption prüfen — die Frage „nimmt mein Anbieter Paysafecard?“ beantwortet sich am Ende in der Kasse.

Sportwetten.de — 100 % Bonus auf die erste Einzahlung

Sportwetten.de wirbt mit 100 % auf die erste Einzahlung bis 100 €, ausgezahlt als Bonusgeld, nicht als Freebet. Die Einzahlung muss mindestens 10 € betragen, maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Über die genauen Umsatzbedingungen — Faktor, Frist, erlaubte Quoten — schweigen die Werbeseiten, und genau das ist der Punkt, an dem jeder Einzelfall in den AGB nachgelesen werden muss, weil eine pauschale Aussage unzuverlässig ist.

Wer mit Paysafecard einzahlt, sollte nicht davon ausgehen, dass das Bonusgeld automatisch auch auf Prepaid-Einzahlungen wartet — die Geschäftsbedingungen entscheiden, und ein Bonus kann an eine andere Zahlungsmethode gebunden sein. Das ist keine Eigenheit von Sportwetten.de, sondern im Feld verbreitet.

Sportwetten.de ist ein Anbieter, dessen Bonusmechanik einfach klingt, in den Bedingungen aber genau gelesen werden will. Wer ohne Bonus spielt, kann den Blick auf die AGB verkürzen — die Zahlungsmethoden selbst folgen den üblichen Whitelist-Standards.

Sportingbet — Auszahlungen ab 10 € mit klaren Fristen

Sportingbet gibt Auszahlungswege und -zeiten präzise an: ab 10 € Mindestauszahlungsbetrag; per Debit- oder Kreditkarte in 2 bis 4 Werktagen, per eWallet (PayPal, Skrill, NETELLER) innerhalb von 8 Stunden, per Banküberweisung in 3 bis 5 Werktagen. Bearbeitungsgebühren werden nicht erhoben. Für Paysafecard-Einzahlungen sind die hauseigenen Mindestbeträge in den Zahlungsoptionen hinterlegt; ohne aktuelle Bestätigung im Hilfetext ist die 10-€-Linie der konservativ geschätzte Wert.

Was Sportingbet interessant macht, ist nicht die Paysafecard-Einzahlung selbst, sondern die Auszahlungsvielfalt: wer das myPaysafe-Konto nicht nutzen will, kann auf andere Methoden ausweichen, ohne dass Fristen ausufern. Das ist ein Vorteil, der ab dem ersten Auszahlungswunsch zählt — und in der Buchmacherwahl oft unterschätzt wird.

Sportingbet ist im Feld der Anbieter, deren Wettprogramm im Vordergrund steht; die Zahlungsmittel sind Vielfalt plus Tempo, nicht Werbung.

ODDSET — 5 % Quotenabschlag auf den Bruttogewinn

ODDSET verlangt von Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette — der sogenannte Quotenabschlag. Die GGL-Erlaubnis steht; ODDSET gehört zu den Anbietern, die das Wettsteuer-Modell „vom Gewinn abgezogen“ klar benennen. Für Paysafecard-Einzahlungen gilt die Mindesteinzahlungslogik der Plattform, nicht eine spezielle Sonderbehandlung.

Der 5-%-Quotenabschlag ist keine Paysafecard-Eigenschaft und keine Marge des Buchmachers, sondern eine Variante der Wettsteuer. Sie schmälert den Gewinn anders als die 5,3-%-Variante von Interwetten; rechnerisch ist ODDSETs Modell für den Spieler bei großen Quoten weniger schmerzhaft, weil der Abschlag vom Bruttogewinn prozentual weniger ins Gewicht fällt als ein 5,3 % Abschlag vom Netto.

Im Vergleich der Quotenabschläge ist ODDSET für Spieler interessant, die mit niedrigeren Quoten spielen und bei denen jeder Prozentpunkt zählt. Paysafecard ist hier eher Zahlungsmittel als Differenzierungsmerkmal.

NEO.bet — Whitelist mit Erst- und Folgeerlaubnis

NEO.bet gehört zu den Anbietern, deren Sportwetten-Erlaubnis 2020 erteilt und 2022 erneuert wurde. Der Whitelist-Eintrag nennt die Greenvest Betting Limited als Inhaberin. Konkrete, öffentlich dokumentierte Paysafecard-Spezifika sind in den Hilfetexten knapp gehalten und richten sich nach der allgemeinen Zahlungsmittelstruktur des Anbieters.

Was NEO.bet von einigen Mitbewerbern unterscheidet, ist die Konzentration auf das eigene Wettprogramm und auf eigene Bonusaktionen — Paysafecard-Einzahlungen werden unterstützt, sind aber nicht der Schwerpunkt der Eigenwerbung. Für Spieler, die ihren Anbieter nach Wettprogramm und Quoten aussuchen, ist NEO.bet eine Option auf Augenhöhe mit den etablierten Namen.

Wer NEO.bet mit Paysafecard testen will, prüft den Mindestbetrag in der Kasse nach Anmeldung — die Whitelist-Erlaubnis steht, aber die hauseigenen Zahlungsdetails sind nicht überall zentral dokumentiert.

Tiptorro — die Tipico-Schwester unter eigenem Namen

Tiptorro ist die Marke, unter der Tipico in Deutschland neben dem Hauptangebot auftritt; die Torro Tec Limited mit Sitz in Malta ist auf der GGL-Whitelist eingetragen. Die App wird im App Store von Torro Tec Limited angeboten; sie beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL. Was die Paysafecard-Einzahlung angeht, sind die Mindestbeträge auf der Standardlinie der Tipico-Gruppe — eigene, abweichende Paysafecard-Spezifika werden auf der Website nicht prominent kommuniziert.

Tiptorro ist im Vergleich der Whitelist-Anbieter ein Sonderfall: die Marke nutzt die technische und lizenzrechtliche Infrastruktur einer großen Gruppe, positioniert sich aber eigenständig am Markt. Der Vorteil gegenüber dem Hauptangebot kann im Wettprogramm und im Bonus liegen; was die Zahlungsmittel angeht, gleichen sich die Strukturen.

Wer Tiptorro mit Paysafecard nutzen will, orientiert sich an den Hilfetexten der Hauptmarke und prüft die Kasse auf eigene Mindestbeträge und Bonusbedingungen. Tiptorro ist eine Alternative zur Hauptmarke, kein zweiter Anspruch auf dieselbe Bonusmechanik.

VBet — Erlaubnis seit Dezember 2023

VBet ist der jüngste Anbieter im Feld: die GGL-Whitelist verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023. Inhaberin ist die SCGO Limited mit Sitz in Portomaso, St. Julian’s, Malta. Konkrete Paysafecard-Spezifika sind in den hauseigenen Hilfetexten unterschiedlich dokumentiert; die Zahlungsmethoden folgen den marktüblichen Standards.

Die kürzere Erlaubnislaufzeit ist im GGL-Kontext kein Nachteil — die Behörde hat den Anbieter geprüft, und die Folgeerlaubnis steht noch aus oder ist in Bearbeitung. Was sich daraus ergibt, ist eine Marke mit aktueller Lizenz und klassischem Wettprogramm.

Wer einen Whitelist-Anbieter mit Paysafecard-Einzahlung sucht, der nicht zu den etablierten Namen der ersten Stunde gehört, findet in VBet eine jüngere Alternative. Die Überprüfung der Zahlungsbedingungen erfolgt am kontobezogenen Detail.

Rechtslage: Prepaid unter der deutschen Erlaubnis

Prepaid im deutschen Glücksspielrecht ist kein Vermögen, das seinen Inhaber versteckt. Das Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV), in Kraft seit 1. Juli 2021, regelt in § 6b Abs. 4, dass Zahlungen nur von einem Zahlungskonto geleistet werden dürfen, das auf den Namen des Spielenden läuft und von einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt — die Vorschrift ist es, die Krypto-Zahlungen und unregistrierte Paysafecard-Codes aus den legalen Sportwetten herausdrückt.

Die Rückseite einer Tribüne bei Dämmerung, davor ein menschenleerer Vorplatz mit Pflastersteinen.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der GGL die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Paysafecard passt mit der registrierten myPaysafe-Variante genau in dieses Schema: die Zahlung kommt vom Konto des Spielenden, die Identität des Inhabers ist verifiziert, die Herkunft des Geldes nachvollziehbar. Wer dagegen mit einem 16-stelligen Code einzahlt, ohne dass eine myPaysafe-Registrierung dahinter steht, hat im Whitelist-Modell keinen Zugang — die Buchmacherkasse akzeptiert ihn entweder gar nicht oder leitet ihn technisch in die Konto-Variante um.

Wer eine Erlaubnis hat — und wer nicht

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist die zentrale Regulierungsbehörde für Sportwetten mit deutscher Erlaubnis. Sie vergibt seit Juli 2021 die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV und führt die öffentliche Whitelist nach § 9 Abs. 8. Die Whitelist ist die einzige Quelle, an der sich prüfen lässt, ob ein Anbieter legal Sportwetten in Deutschland anbietet. Stand 02.10.2026 listet sie 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei Pferdewetten-only.

Was die Whitelist verschweigt, ist genau so wichtig wie das, was sie zeigt: sie trägt kein End-Datum und enthält nur das Datum der Erteilung. Folgeerlaubnisse werden hier eingetragen, sobald sie ausgestellt sind; die Behörde prüft und veröffentlicht das selbst. Wer eine Whitelist-Erlaubnis prüft, sieht nur ein Datum, kein Ablaufdatum.

Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hilft auf dem deutschen Markt nichts — sie ist im GlüStV nicht anerkannt, und die GGL warnt vor illegalen Angeboten wie dem genannten Platincasino. Steuerliche Registrierung in Deutschland bedeutet keine glücksspielrechtliche Erlaubnis: Wettsteuer zahlen ist keine Lizenz, und wer das verwechselt, liegt falsch.

Der GlüStV definiert genau, was auf eine deutsche Sportwette gesetzt werden darf: feste Quoten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Teils davon, als Einzel- oder Kombinationswette. Livewetten sind erlaubt, aber eingeschränkt: während eines laufenden Spiels darf auf das Endergebnis gewettet werden, auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ähnliche Ereignisse — sofern diese im jeweiligen Sport selten sind. „Nächstes Tor“ im Fußball: ja. „Nächster Punkt“ im Tennis: nein. „Nächster Korb“ im Basketball: nein. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind tabu; Wetten auf untere Ligen unterhalb der 3. Liga im Fußball gelten als Amateurwetten und sind ebenso wenig erlaubt wie Wetten, die manipulationanfällig sind.

E-Sport und virtuelle Sportwetten sind in Deutschland nicht erlaubt: die GGL erkennt E-Sport nicht als Sport im Sinne des Glücksspielrechts an; virtuelle Sportveranstaltungen sind nicht geregelt. Wer einen Buchmacher mit E-Sport-Wetten findet, hat es fast immer mit einem unerlaubten Angebot zu tun, und die Werbung dafür ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV ohnehin nur Inhabern erlaubter Angebote gestattet.

Was die Werbung angeht, gilt das tageszeitliche Verbot von 06:00 bis 21:00 Uhr (GlüStV § 5 Abs. 3) ausschließlich für Slots, Online-Poker und Online-Casino — nicht für Sportwetten. Bei Sportwetten sind Werbung unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung desselben Ereignisses verboten, ebenso Werbung mit aktiven Sportlern und Schiedsrichtern sowie eine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Steuern und Quotenabschlag

Die Wettsteuer ist im Rennwett- und Lotteriegesetz (RennwLottG) §§ 16-25 geregelt. Sie beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind effektiv 5,03 % des eingesetzten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Ob und wie der Anbieter sie an die Kunden weiterreicht, ist seine Entscheidung.

Bei Interwetten wird die Steuer im Gewinnfall abgezogen (5,3 % vom Auszahlungsbetrag). Bei ODDSET ist es der 5-„%“-Quotenabschlag, ebenfalls vom Bruttogewinn. Beide Wege verlagern die Steuerlast auf den Gewinn, nicht auf den Einsatz; rechnerisch unterscheiden sie sich, und ein genauer Blick auf die Höhe des Abschlags lohnt, weil ein einzelner Prozentpunkt bei höheren Quoten spürbar wird.

BGH-Verfahren und EuGH-Vorlage

Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, die ohne deutsche Erlaubnis geschlossen wurden. Im Ausgangsfall verlangt ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Das ist keine Garantie für den Einzelfall und keine Empfehlung, gegen Anbieter zu klagen. Es ist die juristische Diskussion über die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Verluste aus alten, unerlaubten Wetten zurückforderbar sind. Die laufenden Verfahren zeigen, dass die Rechtslage auch für Altfälle nicht abgeschlossen ist.

Spielerschutz: Was Paysafecard-Einzahlungen mit OASIS, LUGAS und Panikbutton zu tun haben

Paysafecard ersetzt den Spielerschutz nicht — sie macht ihn sichtbarer. Die deutschen Regeln zum Spielerschutz sind harte, externe Schwellen; die Zahlungsmittelwahl hat auf sie wenig Einfluss.

Eine Sanduhr steht neben einem geschlossenen Notizbuch auf einem Schreibtisch, daneben ein Glas Wasser.
Für paysafecard gilt in Deutschland ohne Registrierung ein Höchstbetrag von 50 € pro Transaktion, mit Registrierung von 1.500 € pro Transaktion.

Anonymitätsgrenzen bei Paysafecard

Ohne Registrierung eines myPaysafe-Kontos liegt die Höchstgrenze pro Transaktion bei 50 €. Mit Registrierung und Verifikation sind bis zu 1.500 € pro Transaktion möglich, abhängig von den länderspezifischen Freischaltungen. Diese Grenzen sind nicht von den Wettanbietern gesetzt, sondern von paysafecard selbst — sie sind Teil der Geldwäsche-Compliance des E-Geld-Dienstes.

Für das Wetten heißt das: wer mit 200 € pro Transaktion einzahlen will, kommt um die myPaysafe-Registrierung nicht herum. Wer darunter bleibt, kann ohne Konto auskommen, opfert aber die Möglichkeit, das Konto später für eine Auszahlung zu nutzen — Auszahlungen laufen ohnehin nur auf das verifizierte myPaysafe-Konto.

Einzahlungslimit und Sperrdatei

Das Glücksspielstaatsvertrag 2021 setzt ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg. Das Limit wird technisch über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt; jeder Anbieter muss die Einzahlung gegen die zentrale Datei prüfen, bevor er sie zulässt. Das Limit kann auf 10.000 € für eine Einzelperson erhöht werden, wenn ein Anbieter die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen kann — eine Selbsterklärung reicht nicht. Auf 30.000 € kann der Anbieter für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler gehen.

Eine Senkung des Limits greift sofort; eine Erhöhung erst nach 7 Tagen. OASIS, die Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV, prüft bei Registrierung und Login; eine Selbstsperre dauert mindestens 3 Monate, wenn der Spieler selbst eine Frist setzt, sonst mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus — ein vorgeschalteter Schutz für Spieler, die eine Spielpause brauchen, ohne den Weg in eine längere Sperre gehen zu müssen.

Diese Limits greifen unabhängig vom Zahlungsmittel. Eine Paysafecard-Einzahlung von 1.000 € im Monat ist die Obergrenze — fünf Transaktionen à 200 €, zehn à 100 €, oder eine einzelne Transaktion, die das Limit ausschöpft. Offshore-Anbieter sind an LUGAS nicht angeschlossen, dort können höhere Limits möglich sein, aber ohne deutschen Schutz.

Verifikation und Parallel-Spiel-Verbot

Vor der vollständigen Verifikation darf ein Anbieter Spielzeit von höchstens 72 Stunden mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen (§ 6a GlüStV). Die volle Verifikation schaltet alle Beschränkungen ab und ist Voraussetzung für die Teilnahme am Echtgeldspiel. Parallel-Spiel — das gleichzeitige Spielen bei mehreren Anbietern — ist über die LUGAS-Aktivitätsdatei ohnehin unterbunden (§ 6h): ein aktiver Login bei einem Anbieter verhindert den gleichzeitigen Login bei einem anderen.

Für Paysafecard-Nutzer heißt das: das verifizierte myPaysafe-Konto ist nicht nur eine Hürde der Zahlungsmittel-Compliance, sondern auch eine praktische Erleichterung — wer einmal verifiziert ist, muss sich nicht bei jedem Anbieter erneut durch die volle Identitätsprüfung kämpfen.

Spielsucht-Hilfe

Die zentralen Anlaufstellen für Spielsucht sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit der Plattform „Spielsucht und Wetten“ und die regionalen Suchtberatungsstellen. Wer eine Selbstsperre aktivieren will, kann das direkt beim Anbieter oder über OASIS tun — die Sperre gilt dann für alle angeschlossenen Anbieter. Bei offshore-Anbietern greift OASIS nicht; dort fehlt jede Sperre, und der einzige Schutz ist die eigene Disziplin.

Zulassung und Lizenzweg der Paysafecard-Karten

Paysafecard ist nicht nur ein Wettzahlungsmittel; das Produkt hat seine eigene E-Geld-Lizenz und unterliegt als eigener Finanzdienstleister einer separaten Aufsicht. Für Spieler in Deutschland ist dieser Hintergrund relevant, weil die Regulierung von Zahlungsmittel und Wettanbieter unterschiedlich läuft.

Ein Tor zu einem Sportgelände am Abend, dahinter ein Rasenplatz und unbeleuchtete Tribünen.
Paysafecard wird in der EU seit dem 29. Oktober 2019 unter einer irischen E-Geld-Lizenz ausgegeben.

Paysafecard wurde im März 2000 in Wien als paysafecard Wertkarten AG gegründet. Seit Juli 2014 firmiert das Unternehmen als paysafecard Wertkarten GmbH; seit August 2015 gehört es zur Paysafe Group, früher bekannt als Optimal Payments. Innerhalb der EU wird Paysafecard seit dem 29. Oktober 2019 unter einer irischen E-Geld-Lizenz ausgegeben. Auf der deutschen Website von paysafecard ist die PaysafeCard.com Wertkarten GmbH genannt; hinter den Marken Paysafecard und PaysafeCash steht die Paysafe Prepaid Services Limited, reguliert von der Central Bank of Ireland.

Im Alltag tritt diese Lizenzierung kaum in Erscheinung — die Länderlimits, Gebühren und Verifikationsregeln sind die sichtbaren Effekte. Wer trotzdem genauer hinschauen will, liest auf der paysafecard-Website die Länderseite für Deutschland; sie listet die in Deutschland geltenden Höchstbeträge, die Konto- und Rücktauschgebühren und den Hinweis auf die Aufsichtsbehörde.

Die Trennung zwischen Wett-Erlaubnis und Zahlungsmittel-Lizenz ist wichtig zu verstehen: die GGL reguliert, wer in Deutschland Sportwetten anbieten darf; die Central Bank of Ireland reguliert, wer in der EU als E-Geld-Institut auftreten darf. Beide Lizenzen müssen ihre eigenen Bedingungen erfüllen — wer beim Whitelist-Anbieter mit Paysafecard einzahlt, hat zwei voneinander unabhängige Compliance-Schritte durchlaufen.

Was bei Paysafecard-Einzahlungen konkret zu prüfen ist

Wer mit Paysafecard bei einem Whitelist-Anbieter einzahlt, kann die meisten Reibungen mit einer kurzen Checkliste vermeiden. Der erste Schritt ist die Anbieter-Auswahl: prüfen, ob der Buchmacher auf der GGL-Whitelist steht und welche Domain dort eingetragen ist; eine .de-Domain allein reicht nicht. Der zweite Schritt ist die Zahlungsmittel-Prüfung: ob Paysafecard verfügbar ist, welche Mindesteinzahlung gilt, ob Gebühren anfallen und ob das myPaysafe-Konto eingerichtet werden muss.

Wer mit myPaysafe-Konto einzahlt, prüft das tägliche und monatliche Transaktionslimit bei paysafecard selbst; wer ohne Konto einzahlt, hat das 50-€-Limit pro Transaktion. Im Wettkonto gilt das LUGAS-Limit von 1.000 € pro Monat über alle Anbieter hinweg; das ist unabhängig vom Zahlungsmittel, aber für Paysafecard-Nutzer relevant, weil sie oft mehrere kleine Transaktionen statt einer großen planen.

Für Boni: Geschäftsbedingungen lesen. Welche Zahlungsmethoden zählen, wie hoch ist der Umsatzfaktor, welche Mindestquote gilt, und welche Frist steht? Diese vier Punkte stehen in jeder Bonus-AGB und entscheiden über die effektive Werbung.

Für Auszahlungen: prüfen, ob die Auszahlung aufs myPaysafe-Konto läuft und welche Mindestbeträge gelten. Bei Betway sind es 10 € und unter 24 Stunden Bearbeitung; andere Anbieter nennen ihre eigenen Fristen. Auszahlungen unter das eigene Bankkonto laufen ohne die 5-„%“-Rücktauschgebühr; wer Restguthaben auf das myPaysafe-Konto ohne Weiterleitung behält, zahlt nach den unter den Gebühren beschriebenen Inaktivitätsregeln.

Einordnung: Was Paysafecard im deutschen Wettmarkt leistet — und was nicht

Prepaid hat im deutschen Wettmarkt eine andere Rolle als in nicht regulierten Märkten. Anonym geht nicht mehr; das Registrierungs-Pflicht-Modell hat Paysafecard auf dem Whitelist-Markt von einem anonymen Code zu einem voll verifizierten Zahlungsmittel umgebaut. Was bleibt, ist die ursprüngliche Stärke: kleine Beträge pro Transaktion, klare Limits, ein Haben-Konto ohne Kreditrahmen und ohne Schuldenfalle.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Bleistift liegen auf einem Schreibtisch am Fenster.
Bei paysafecard fällt für einen Gutschein 30 Tage nach dem Kauf eine monatliche Gebühr von 4 € an, vermeidbar durch Registrierung eines PaysafeCard-Kontos.

Diese Stärke ist gerade bei Spielern mit kleinem Budget ein Pluspunkt. Wer monatlich 50 bis 200 € ausgeben will, kann mit Paysafecard kleinere Beträge flexibel setzen und behält die Kontrolle. Wer mit höheren Beträgen spielt, wird durch das monatliche LUGAS-Limit ohnehin gebremst; die 1.500-€-Grenze pro Transaktion mit registriertem myPaysafe-Konto reicht für fast alle Fälle.

Die Schwäche liegt in den Gebührenstrukturen: 4 € pro Monat auf einem nicht verbrauchten Gutschein ist kein Randposten, sondern eine schnelle Reibung, wenn der Code nicht binnen 30 Tagen aufgebraucht wird. Wer das myPaysafe-Konto länger nicht nutzt, zahlt ab dem 13. Monat 2 € pro Monat Kontoführungsgebühr. Bei kleinen Beträgen sind das relevante Posten; bei großen summieren sie sich, fallen aber relativ weniger ins Gewicht. Wer Rücktausch betreibt, zahlt 5 %, höchstens 5 € — eine vergleichsweise moderate Gebühr, deren Höhe aber im Vergleich zur kostenlosen Banküberweisung sichtbar bleibt.

Die andere Schwäche ist die Werbe-Konkurrenz im Bonus. Freebet-Angebote kommen und gehen; eine Paysafecard-spezifische Werbung gibt es im Feld nicht. Wer nach einem Willkommensbonus sucht, der sich für eine Paysafecard-Einzahlung besonders lohnt, sucht vergeblich — die meisten Boni sind nicht an eine Zahlungsmethode gebunden, sondern an Umsatzfaktoren, Mindestquoten und Fristen.

Was bleibt, ist eine nüchterne Wahl: Paysafecard ist im Whitelist-Markt 2026 ein solides, niedrigschwelliges Zahlungsmittel mit kleinen Beträgen und klaren Regeln. Wer damit spielt, weiß, was es kostet; wer damit auszahlt, weiß, wann das Geld kommt. Was es nicht ist, ist ein Trick, um die deutsche Regulierung zu umgehen — wer das versucht, landet entweder bei einem illegalen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis oder bei einem Whitelist-Anbieter, der die Anonymität ohnehin nicht akzeptiert.

Häufige Fragen zu Paysafecard bei deutschen Wettanbietern

Ist Paysafecard bei Wettanbietern mit deutscher Erlaubnis nutzbar?

Ja, aber meist über ein verifiziertes myPaysafe-Konto. Die GGL-regulierten Anbieter akzeptieren den 16-stelligen Code nicht direkt, weil das Glücksspielstaatsvertrag 2021 anonyme Zahlungsmittel ausschließt. Winamax und AdmiralBet bestätigen Paysafecard explizit; Betway, Wettarena und Sportingbet listen Paysafecard ebenfalls, leiten die Zahlung aber über myPaysafe.

Warum verlangen manche Anbieter ein myPaysafe-Konto statt eines direkten Codes?

Die Pflicht zur Zahlung vom eigenen Konto und das Verbot anonymer Mittel zwingen lizenzierte Anbieter, die Identität des Zahlenden zu prüfen. Das verifizierte myPaysafe-Konto löst diese Anforderung, ohne dass der Buchmacher eigene Sorgfalt walten lassen muss. Betway lehnt die direkte Code-Einlösung in der Kasse ausdrücklich ab.

Welche Höchstbeträge gelten für Paysafecard in Deutschland?

Ohne Registrierung sind 50 € pro Transaktion möglich, mit Registrierung und Verifikation bis zu 1.500 € pro Transaktion. Diese Grenzen kommen von paysafecard selbst, nicht vom Wettanbieter; LUGAS setzt zusätzlich ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter.

Welche Gebühren fallen bei Paysafecard an?

Ab dem 30. Tag nach Kauf eines nicht verbrauchten Gutscheins werden monatlich 4 € fällig; ein registriertes myPaysafe-Konto ohne Transaktionen kostet ab dem 13. Monat 2 € monatlich. Der Rücktausch von Restguthaben kostet 5 %, höchstens 5 € pro Vorgang. Innerhalb der 30-Tage-Frist und bei aktivem Konto fallen keine paysafecard-eigenen Gebühren an.

Wie schnell und ab welchem Betrag sind Auszahlungen möglich?

Bei Betway beginnt die Auszahlung auf das myPaysafe-Konto ab 10 €; die Bearbeitung liegt meist unter 24 Stunden, oft unter 12 Stunden. Andere Whitelist-Anbieter haben eigene Mindestbeträge und Bearbeitungszeiten, die in deren Hilfetexten stehen. Die Weiterleitung aufs eigene Bankkonto erfolgt ohne paysafecard-Rücktauschgebühr.

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